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Weißendiez

Weißendiez wurde am 13. Februar 1315 erstmals urkundlich erwähnt (unter dem Namen Thietes).
Gunter und Hermann, Gebrüder von Eppenrode, bekennen, dass sie ihre Güter in Weißendiez, Zehnthausen und eine Wiese bei Tiefenort dem Berthold Luplin verkauft haben.

29. September 1338 (Wstindietzis)
die Gebrüder Heinrich, Gerhard und Friedrich von Eppenrode vergleichen sich mit dem Propst des Klosters Frauensee wegen der Rechte an den Gütern zu Weißendiez und Berka.

nach 1. Juli 1455 (Wustendyts)
Das Kloster Frauensee beschwert sich beim Herzog Wilhelm von Sachsen über Schädigungen und Beeinträchtigungen durch den Ritter Herrmann von Riedesel. Die von dem genannten Ritter eigenmächtig in Anspruch genommenen Güter und Gerechtigkeiten des Klosters betreffen die Wüstungen Sebach, Dönges, Bermsmühle, Engelrode, Rappels, Albertsee, die Hart, Oberkieselbach, Schergesmühle, das Grübels, Zehnthausen, Weißendiez, Kohlgrube, Albertshof, Mittelrohn und eine Fischweide zu Tiefenort.

13. April 1525 (Wuschendicze)
Adam Schäfer (Scheffer), seine Frau, Kinder und Schwiegersöhne verkaufen dem Johann Scherer (Hanssen Schern) und dem jungen Johann (Hanssen) Stern wiederkäuflich einen jährlichen Zins von 3 Schock für 50 Gulden vom Hof Weißendiez und bitten Probst Johann, den Kauf zu bewilligen.

1573
Weißendiez, damals Wüstendiez genannt, wurde 1573 vom Landgrafen dem Herrschaftlichen Küchenmeister Eckardt Napehuk aus Gnaden geschenkt.

1685
Weißendiez mit Alberthof werden einem gewissen Johann Albrecht von dern Brink uf Wommen gehörig, der es im Jahre 1685 dem Landgrafen Philipp von Hessen um die Summe von 5560 Reichstalern käuflich abtrat.

Späterhin kam es an das Haus Hessen-Philippsthal zu Philippsthal, das es im Jahre 1817 dem hiesigen Besitzer Deubach für die Summe von 18000 Thalern überließ. Es ist dies ein sehr schönes Gut mit drei Teichen, einer nicht unbeträchtlichen Waldung und guten Ackern, welche letzte man von dem Gute übersehen kann. Deubach hat Großes zur Verbesserung und Verschönerung des Gutes getan. Auf dem Albertshofe wohnt nur der Aufseher über die Gutswaldungen.

Im 19. und 20. Jahrhundert wechselten mehrfach die Besitzer. 1841 wurde Weißendiez unter dem Besitzer Johann Georg Deubach zu Unterrohn Rittergut.
Der Albertshof verschwand vollständig ebenso wie der in der Nähe von Weißendiez gelegene Hof Dachgrube, auf dem zeitweise der Hofmeier von Weißendiez wohnte. Auch von dem Malmeshof bei Weißendiez ist heute keine Spur mehr vorhanden.
1875 hatte Weißendiez 73 Einwohner.

Das Rittergut Weißendiez wird 1899 von Herrn Luther an Herrn Max Peters-Dessau verkauft. Der bisherige Pächter, Thomas, verzieht in Folge dessen nach Eisenach.

1931 ist Herr Weyrauch Rittergutsbesitzer.

1946 schreibt der Chronist: „Das Gut ist aufgeteilt, das Vieh ist fort. Früher täglich 400 bis 600 Liter Milch, heut nichts. Früher die große Schweinezucht, heute gibt es kein Ferkel weit und breit für die Bauern zu kaufen. Die schönen großen Bäume werden abgeschlagen.“


Heute zählt Weißendiez 23 Einwohner.

 

Quelle: www.Weissendiez.de