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Ortsteil Oberrohn

Oberrohn ist ein kleines Örtchen, das zwischen dem Thüringer Wald und der Rhön am Werratal liegt.
Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung von Oberrohn sind die Wartburg bei Eisenach, Bad Salzungen als Kurstadt, das Schaubergwerk in Merkers, Schweina mit seinem wunderschön angelegtem Park aus dem 19. Jahrhundert und dem Schloss Altenstein und nicht zu vergessen der Lutherstandort Möhra. Für reitbegeisterte Mitmenschen ist der Reiterhof auf der Hecke nur etwa 3 km entfernt

Aus alten Unterlagen wird ersichtlich, dass Oberrohn (damals noch Oberrod genannt), in einer Schenkungsurkunde der Gräfin Ahlbrot vom 21. Juli 1058, dem Kloster Fulda zugesprochen wurde. Der Name Oberrod wird abgeleitet von Rodungen (roden), da dieses Gebiet vorher nur aus dichten Wäldern bestand. Im Jahre 1671 sollen in Oberrohn 12 Einwohner ansässig gewesen sein. Im Laufe der Jahre änderte sich der Name in Wüstung Ronaha, bis er endgültig als Oberrohn geführt wurde. Der Ort selbst bestand nur aus Ortsteilen. Oberhalb des Hüttenhofs und auch im Winterkasten standen Einzelhöfe, die im Laufe der Jahrhunderte verschwanden. 1795 zählte Oberrohn 43 Einwohner, 16 Kühe, 48 Schweine und 62 Schafe. Näheres ist über diese Zeit nicht bekannt.
Angeblich existierte auch ein Ortsteil Mittelrohn. 1848 wurden bei Erdarbeiten noch Mauerreste von ehemals bewohnten Gebäuden gefunden. Ein verheerendes Hochwasser von Oberrohn kommend, soll diese zerstört und ihre Bewohner vertrieben haben.
 
Anfang dieses Jahrhunderts (um 1909) entstand in Oberrohn ein Rittergut mit ca. 300 ha Landfläche.
1910 wurde das Kalkwerk erbaut. Die Einwohnerzahl stieg im Laufe der Jahre auf 154.

Im Jahre 1945 fanden viele Umsiedler in Oberrohn eine neue Heimat. Die Bodenreform wurde durchgeführt und 12 Neubauernstellen geschaffen. In den Jahren von 1949 bis 1988 entstanden 25 Eigenheime, nach der „Wende“ im Jahre 1989 kamen ca. 12 weitere hinzu. Von 1954 bis 1960 wurden außerdem 4 Wohnblocks mit 18 Wohneinheiten errichtet.
Ende der fünfziger Jahre erhielt Oberrohn unter großem persönlichem Einsatz seiner Bürger eine Bahnstation. Am 7. November 1957 wurde die LPG "7. November" Oberrohn gegründet, der sich nach und nach alle Einzelbauern anschlossen. Um eine gemeinsame Viehhaltung zu gewährleisten, wurde ein, unter damaligen Gesichtspunkten, moderner Offenstall mit Fischgrätenmelkanlage gebaut. Anfang der 60-iger Jahre wurden alle Haushalte an die zentrale Trinkwasserversorgung angeschlossen. Die Zahl der Einwohner stieg auf 312.
1963 wurde die Kanalisation gebaut. Im Anschluss daran die Konsumverkaufsstelle, die Gaststätte und das Mehrzweckgebäude einschließlich Kindergarten. Im Laufe der Jahre erhielt die Feuerwehr ein neues Domizil. 1980/82 wurde das Sportlerheim errichtet. Die Jugendlichen hatten ihren eigenen Jugendraum. Post und Kinderbibliothek waren ebenfalls in eigenen Räumen untergebracht.
1980/ 82 baute das Kalkwerk ein allen Ansprüchen gerecht werdendes Sozialgebäude.
 
1991 wurde das Gebäude der Feuerwehr erweitert und 1993 erhielt Oberrohn durch Patenschaftsverbindung zur hessischen Gemeinde Herbstein ein Feuerwehrauto als Geschenk.
Die Gemeinde unterhielt weitere Patenschaften zu dem bayrischen Ort Tachlitung in der Nähe des Chiemsees. Vorbildliche Unterstützung gewährte der Bürgermeister der Gemeinde Hohenroda den Oberrohnern. Mit allen verband Oberrohn eine gute Zusammenarbeit.
Ab 01.01.1993 war Oberrohn Bestandteil der Verwaltungsgemeinschaft "Moorgrund" mit Sitz in Gumpelstadt.

1994 entschied sich die Mehrzahl der Einwohner für eine Eingemeindung nach Tiefenort.

 

Quelle: www.Oberrohn.de