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Gemeinde Frauensee

Frauensee ist eine Gemeinde im Wartburgkreis in Thüringen. Erfüllende Gemeinde für Frauensee ist die Gemeinde Tiefenort. Naturräumlich liegt die Gemeinde Frauensee in einem Seitental der mittleren Werra, zwischen Thüringer Wald und Rhön.

Die historische Ortslage von Frauensee entstand am nordwestlichen Ufer des Frauensees um ein ehemaliges Klostergelände, welches nach der Säkularisierung in eine Schlossanlage umgewandelt worden war. Prägend für den Ort ist der Frauensee. Von der ursprünglichen Fachwerkarchitektur der Häuser finden sich noch zahlreiche Beispiele im Ortszentrum. Im 20. Jahrhundert erfuhr der Ort dann umfangreiche Erweiterungen in Folge des entstehenden Fremdenverkehrs. Etwas abseits vom Hauptort entstanden in den Tälern um Springen mehrere Schachtanlagen des Kalibergbaus. Die beiden Kleinsiedlungen Knottenhof und Schergeshof befinden sich südlich der Ortslage in Richtung Kieselbach.

Die Gemeinde Frauensee grenzt im Westen und Norden an die Berkaer Stadtteile Vitzeroda, Gospenroda und Wünschensuhl sowie im Nordosten an Marksuhl. Im Osten folgt Tiefenort mit dem Ortsteil Dönges. Im Süden schließen sich Kieselbach und Dorndorf  an. Zur Stadt Vacha gehörig ist die Flur Heiligenroda als südwestlicher Nachbar.

 

Geschichte

Der Ort geht auf das 1189 gegründete Kloster Frauensee zurück, ein Zisterzienser-Nonnenkloster auf einer Insel im gleichnamigen Frauensee, der als Lacus sankte Mariae (See der heiligen Maria) erstmals erwähnt wurde. 1202 bestimmte der Thüringer Landgraf Hermann I. einen Salzunger Ritter als Schutzvogt des Klosters. Mit dem Ort Frauensee sowie den Orten und Einzelhöfen Abteroda, Gasteroda, Heiligenroda, Gospenroda, Fülleroda, Vitzeroda, Baueshof, Mölmeshof, Josthof, Mittelshof, Knottenhof entstanden in der unmittelbaren Nachbarschaft zahlreiche neue Siedlungen im Rahmen der Binnenkolonisation. Nach der Zerstörung des Klosters im Bauernkrieg  1525 und der einhergehenden Säkularisierung kam der Klosterbesitz an die Landgrafschaft Hessen, die Hoheitsrechte wurden zwischen Hessen und Sachsen geteilt.

1816 kam das Amt Frauensee zum Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, wo Frauensee dem Landkreis Eisenach zugeteilt wurde. Der Haupterwerb der Bewohner lag in der Landwirtschaft, darin speziell in der Wollproduktion. Frauensee verfügte über umfangreiche landwirtschaftliche Flächen, was wohl noch auf die Güterausstattung des einstigen Klosters zurückzuführen ist. Um 1900 wurde der Ort zum Ziel von Sommerfrischlern. 1902 gab es 374 Einwohner.

Im Ortsteil Springen befand sich während des Zweiten Weltkriegs ein Außenlager des KZ Buchenwald, in dem Kriegsgefangene in einer Schachtanlage der Wintershall AG arbeiten mussten.

1950 kam der bis dahin im Landkreis Eisenach gelegene Ort zum neu gebildeten Kreis Bad Salzungen, 1994 dann zum Wartburgkreis.

Quelle: Wikipedia

Kontakt zur Gemeinde Frauensee

Gemeinde Frauensee
Platz der Freundschaft 3
36460 Frauensee

Bürgermeister: Rudolf Reitzig

Telefon: 036963 61828
Telefax: 036963 61828
gemeinde-frauensee@t-online.de


Ortsteile:

  • Springen
  • Möllersgrund