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Ortsteil Dönges

Der Ortsteil Dönges befindet sich am Ostrand des Frauenseer Forstes. Der Ort liegt etwa zehn Kilometer Luftlinie nordwestlich von Bad Salzungen.

Eine erste urkundliche Erwähnung ist vom 29. September 1222 überliefert. Dönges gehörte als Gutshof zum Frauenseer Kloster. Die zeitweilig auf der nahen Krayenburg sitzenden Herren von Frankenstein veräußerten 1330, bereits hoch verschuldet, ihre Besitzungen (Frankensteiner Verkaufsbrief).
1407 haben die Thüringer Landgrafen den Burgbezirk der Krayenburg wieder käuflich erworben, sie sind auch Schutzvögte des nahen Klosters Frauensee. Das Kloster Frauensee beschwerte sich 1455 beim Herzog über einen Burgmann der Krayenburg, welcher eigenmächtig die klostereigenen Güter in Dönges, Albertsee, Weißendiez und Sebach an sich gebracht hatte.
Der Hof zu Thennchiß bewirtschaftet 1486 den Hautsee und den Albertsee.

Das Gebiet des ehemaligen Klosters Frauensee, zu dem auch Dönges gehörte, wurde nach der Reformation im Jahr 1540 säkularisiert.

1553 erlässt der hessische Landgraf Philipp der Großmütige als neuer Besitzer, die Dörfer und Einwohner seien zu mustern, zugleich bestimmt er den Übertritt seiner neuen Untertanen zum protestantischen Glauben.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg sind die Kleinsiedlungen um Dönges (Lehnhof, Dachgrube, Lindenau, Rehlis) und die meisten Höfe im Ort wüst. Nur 12 Einwohner werden nach dem Krieg gezählt. 1812 passieren Teile der Großen Armee mit Napoleon die Heerstraßen über Vacha in Richtung Eisenach, Truppendurchzüge erfolgen in großer Zahl, beim Rückzug der geschlagenen Armee wird auch Dönges ausgeplündert.
Durch Gebietsabtretung gelangt Dönges im Jahr 1816 von Hessen-Kassel an das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach. Die viel benutzte Landstraße von Marksuhl über Dönges nach Kieselbach und Tiefenort wird ab 1816 zur »Staatsstraße erster Ordnung« als Chaussee ausgebaut, sie erhält eine Pflasterung aus Basalt.
Nach einer großen Teuerung im Jahre 1847 wurde zur Fortbildung und Verbesserung der landwirtschaftlichen Erträge vom damaligen Gutsbesitzer Jungheinrich auf dem benachbarten Gut Hetzeberg eine landwirtschaftliche Lehr- und Versuchsanstalt begründet, welche dort bis 1870 bestand.
Die erste Schule wird 1867/68 erbaut, der Ort hatte um 1840 43 Wohnhäuser und 238 Einwohner. Im Jahr 1879 wurden, basierend auf der Volkszählung von 1875, erstmals statistische Angaben publiziert. Dönges zählte damals 56 Wohnhäuser und 288 Einwohner. Die Gesamtfläche der Gemarkung betrug 279.1 ha – davon Höfe und Gärten 10.2 ha, Wiesen 41.8 ha, Äcker 169.9 ha, Wälder 0.1 ha, Teiche, Bäche und Flüsse 1.6 ha, Wege, Triften und Obstplantagen 55.4 ha.

Auf der Suche nach Kalisalzlagerstätten werden ab 1911 Probebohrungen in der Dönges Flur durchgeführt. 1920 wurde der Schacht I Dönges (Heiligenroda IV) erbaut und die Errichtung einer Seilbahn zum Transport der geförderten Salze nach dem Werk Springen in Angriff genommen.
1922 wurde der Ort an das Stromnetz angeschlossen und erhielt 1927 eine zentrale Trinkwasserversorgung. Im Laufe des Weltkrieges wurden im Ort zehn vermisste oder gefallene Einwohner registriert.
Bereits 1950 wurde die Schule erstmals nach Frauensee verlegt. Dönges wurde im Oktober 1950 in den Landkreis Bad Salzungen eingegliedert und gehörte nun zum Bezirk Suhl. Ein Dorffriedhof wurde 1958 angelegt und 1978 die Friedhofskapelle geweiht.
1970 wurde am südlichen Ortsrand eine Milchviehanlage mit 230 Plätzen erbaut. Der Ort ist durch den Hautsee ein beliebtes Ausflugsziel geworden, 1970 wurde das Hautsee-Häuschen erbaut. Als erstere Industrieansiedlung wurde 1991 eine Bitumenmischanlage erbaut.